Das Osteuropa-Magazin

ostpol zeigt eine Region auf der Suche nach sich selbst: zwischen Sehnsucht nach Stärke, ständigem Wandel und Stagnation. Wir machen die Vielfalt Osteuropas sichtbar mit einem Journalismus, der in die Tiefe geht und sich nicht in Meinungsgräben zurückzieht.

Das letzte Selfie: Der Steinmetz eines Bestattungsunternehmens im abchasischen Ochamchira arbeitet anhand einer Fotografie ein Portrait in einen Grabstein ein. In vielen postsowjetischen Staaten entstand Ende der Achtzigerjahre diese Form der Begräbniskultur. Die Verstorbenen werden manchmal sogar lebensgroß und mit für sie typischen Gegenständen auf den Grabsteinen dargestellt. Florian Bachmeier war Anfang April für ein Langzeitprojekt in der seit 1994 von Georgien de facto unabhängigen Republik Abchasien. Er hat dort auf Friedhöfen einen weiteren Brauch beobachtet: Auf den Grabmalen stehen oft Gläser, etwas Wodka oder Wein, um symbolisch mit den Toten anzustoßen.
Der ungarische Journalist Marton Gergely war bis Oktober stellvertretender Chefredakteur der eingestellten Tageszeitung Nepszabadsag, jetzt ist er Politikchef bei der Zeitung HVG. / Foto: privat/, n-ost Foto: Privat

Politik / Ungarn Orbans Katz- und Mausspiel mit Brüssel

Heute debattiert das EU-Parlament im Beisein von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban über dessen umstrittene Asyl- und Hochschulpolitik. Bislang hatte die EU keine wirksamen Mittel gegen Orbans Politik. Künftig sollten deswegen nur noch Länder EU-Gelder erhalten, die sich an die europäischen Grundwerte halten, fordert Marton Gergely, ehemaliger Vize-Chefredakteur der im vergangenen Oktober eingestellten ungarischen Tageszeitung Nepszabadsag.

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Bild & Reflexion

Interviews, Statements, Fotostrecken: Wir setzen uns mit der Aufgabe von visuellen Medien im journalistischen Kontext auseinander und zeigen Arbeiten internationaler Bildproduzenten.

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Gemischtes Doppel: Russland/Ukraine

Das Gemischte Doppel gibt jeden Mittwoch persönliche Einblicke in die Ukraine und Russland, geschrieben von Inga Pylypchuk (Ukraine) und Maxim Kireev (Russland).

Innenansichten

Ob Zensur in Ungarn, Wahlen in der Ukraine oder Proteste in Russland: Regelmäßig schreiben osteuropäische Intellektuelle für ostpol über Entwicklungen in ihren Ländern.

Stereoscope

Streitgespräche, Analysen und Essays von osteuropäischen Journalisten. Unsere Autoren diskutieren über ihr journalistisches Selbstverständnis, den Zustand der Medien und die Debatten in ihren Ländern.