Polen: Erst Familie, dann der Rest Starke Familienbande prägten die polnische Gesellschaft über viele Jahrzehnte. Doch das katholische Land verändert sich: Die Zahl unehelicher Kinder steigt, alternative Familienformen werden zunehmend akzeptiert.
Rumänien: Kirchen in der Kritik Die Rolle der osteuropäischen Kirchen vor 1989 ist höchst ambivalent: Um zu überleben, mussten sie mit der Staatsmacht zusammenarbeiten. Doch taten sie teils mehr als nötig. Davon wollen die rumänisch-orthodoxe sowie die katholische Kirche in Polen heute nichts mehr wissen. Es gibt wenig Kritik an der unzureichenden Aufarbeitung. Die Kirche gilt nach wie vor als moralische Instanz.
Polen: Engagement ohne staatlichen Zwang Seit dem Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa gibt es keinen staatlich verordneten Zwang zum gesellschaftlichen Engagement mehr. Die Zivilgesellschaften in Russland und Polen haben sich eher schwach entwickelt.
Polen: Freie und missionarische Presse Zwei Kinder der Revolution, die polnische „Gazeta Wyborcza“ und die tschechische „Respekt“ sind heute unverzichtbarer Teil der Medienlandschaft. Das reicht allerdings nicht aus, um auf dem freien Markt zu bestehen.
Polen: Ein Jude als katholischer Priester Der katholische Priester Romuald Waszkinel aus Polen erfährt im Alter von 35 Jahren etwas, dass seine Identität komplett durcheinanderbringt: Seine polnischen Eltern sind gar nicht die leiblichen Eltern. Sie haben ihn auf Bitten eines jüdischen Paares in ihre Obhut genommen, dass kurz darauf im Holocaust umkam. Nun erforscht der 66-Jährige in Israel seine Wurzeln.
Polen: Auch Polen hat Ossis „Polen B“ werden die Regionen östlich der Weichsel genannt, denn sie hinken dem Rest des Landes hinterher. Doch mancher Nachteil wird heute zur Chance.