Das Osteuropa-Magazin

ostpol zeigt eine Region auf der Suche nach sich selbst: zwischen Sehnsucht nach Stärke, ständigem Wandel und Stagnation. Wir machen die Vielfalt Osteuropas sichtbar mit einem Journalismus, der in die Tiefe geht und sich nicht in Meinungsgräben zurückzieht.

In einem Dorf südlich der litauischen Hauptstadt Litauens, Vilnius steht die Stretchlimousine für das Hochzeitspaar bereit. Seit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit 1990 sind Autos in dem wirtschaftlich schwachen baltischen Staat ein Symbol für sozialen Status und Freiheit. In seiner Arbeit „Happiness in Lithuania“ begab sich der litauische Fotograf Mindaugas Azusilis 2011 auf eine fotografische Suche nach Glücklichkeit in dem Land, das seit Jahrzehnten die höchste Selbstmordrate Europas hat. „Anfangs war ich sehr optimistisch und hatte eine romantische Vision von meinem Fotoprojekt. Doch während der Arbeit an dem Projekt deprimierte mich zunehmend, dass viele Menschen in Litauen versuchen, Selbsterfüllung im Materiellen zu finden“, erzählt der Fotograf. 

 serbien

Pressefreiheit in Serbien Ignoriert, bedroht und angegriffen

Der serbische Investigativjournalist Milan Jovanović berichtet seit Jahren über die illegalen Machenschaften lokaler Machthaber. Wegen seiner Korruptionsrecherchen für das Portal Žig Info wurde der siebzigjährige Reporter Opfer eines Brandanschlags. Zu den Hauptverdächtigen zählt der Bürgermeister eines Belgrader Vorstadtbezirks. Der kritische Journalismus in Serbien hat es schwer – immer wieder werden Reporter wegen ihrer Arbeit bedroht.

Der Mann mit der Pistole ist ein Freund vom Vater des Fotografen. In seinem Langzeitprojekt erzählt er Geschichten aus Bulgarien. Manche handeln von seiner Familie, andere von wildfremden Menschen.

Osteuropäische Identität Bizarre Bilder der bulgarischen Wirklichkeit

Ein Gläubiger, der an Laserschwertern forscht oder ein Fakir, der in seinem Wohnzimmer mit Nagelbrettern trainiert. Mit seiner Arbeit, „T(h)races“ schafft der bulgarische Fotograf Vladimir Vasilev ein bizarres, aber dennoch einfühlsames Porträt seines Heimatlandes. Wir haben mit ihm über sein Langzeitprojekt gesprochen und nach den Geschichten hinter seinen Fotografien gefragt.

"Ich bin/Wir sind Iwan Golunow" titelten drei große russische Tageszeitungen am 12. Juni, um sich mit dem inhaftierten Investigativjournalisten Iwan Golunow zu solidarisieren. Die Festnahme löste landesweit Proteste aus und die Titelblätter wurden zum Symbol der Demonstranten. (Foto: Alexander Koriakov/laif)

Journalismus in Russland Hybride Jagd auf kriminelle Journalisten: Wie russische Staatszensoren die Medien überwachen und bestrafen

Wir folgen dem Aufruf von Meduza und veröffentlichen die Untersuchung von Ivan Golunow über die hybriden Formen der Zensur in Russland erneut in deutscher Übersetzung. Das Stück gibt einen Überblick über die Mechanismen der Online-Zensur und den damit verbundenen Repressionen, denen Journalisten heute in Russland ausgesetzt sind.

Spuren der jugoslawischen Vergangenheit: Das Wrack des Schaufelraddampfers „Dragor“ liegt am Ufer der Save in Belgrad und rottet vor sich hin. Das Schiff diente einst als Yacht für Staatschef Tito. / Foto: Nils Bröer

Leseprobe „Herkunft“ von Saša Stanišić

In seinem autobiographischen Roman „Herkunft“ erzählt der bosnisch-deutsche Autor Saša Stanišić die Geschichte des Zerfalls Jugoslawiens und stellt dabei immer wieder den Bezug zu aktuellen politischen Debatten her. Mit überraschenden und phantasievollen Anekdoten eröffnet er einen detaillierten Zugang zu seiner Jugend in einem Land, das nicht mehr existiert – und den Schwierigkeiten in der neuen Heimat Deutschland.

Wolodymyr Selenskyj während des Wahlkampfs in der Dnipro-Arena vor seinen Fans. Nach seiner Amtseinführung muß er zeigen, dass er mehr kann, als die Menschen zum Lachen zu bringen. / Foto: Konstantin Chernichkin, n-ost

Ukraine 5 Prüfungen, die Selenskyj meistern muss, wenn er wirklich ernst genommen werden will

Der frühere Kabarettist Wolodymyr Selenskyj wurde am 20. Mai offiziell als ukrainischer Präsident ins Amt eingeführt. Die Erwartungshaltung seiner Anhänger ist riesig - wie auch die Skepsis seiner Kritiker. Was sind die größten Herausforderungen, die der 41-jährige Komiker ohne jegliche Politikerfahrung meistern muss, damit niemand seine Präsidentschaft als schlechten Scherz betrachtet? Fünf davon kommentiert unserer Korrespondent Denis Trubetskoy.

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30 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs

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Für unsere SNIPS durchforsten wir die Social-Media-Welten nach originellen und aussagekräftigen Beiträgen und Internetphänomenen aus und über Osteuropa.

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Unit is a network of journalists covering LGBTQ issues in post-Soviet states. We aim to build discussion about LGBTQ rights locally and globally.

Gemischtes Doppel Visegrad

Im Gemischten Doppel der V4-Staaten halten Michal Hvorecky (Slowakei), Tereza Semotamova (Tschechien), Márton Gergely (Ungarn) und Monika Sieradzká (Polen) im wöchentlichen Wechsel die Diskurse ihrer Länder fest.

Bild & Reflexion

Interviews, Statements, Fotostrecken: Wir setzen uns mit der Aufgabe von visuellen Medien im journalistischen Kontext auseinander und zeigen Arbeiten internationaler Bildproduzenten.

International

Reflections about journalism, politics and culture in the original language: Find a collection of our foreign language texts here.

Gemischtes Doppel: Russland/Ukraine

Das Gemischte Doppel gibt jeden Mittwoch persönliche Einblicke in die Ukraine und Russland, geschrieben von Inga Pylypchuk (Ukraine) und Maxim Kireev (Russland).