Das Osteuropa-Magazin

ostpol zeigt eine Region auf der Suche nach sich selbst: zwischen Sehnsucht nach Stärke, ständigem Wandel und Stagnation. Wir machen die Vielfalt Osteuropas sichtbar mit einem Journalismus, der in die Tiefe geht und sich nicht in Meinungsgräben zurückzieht.

Was wie eine wilde Siedlung am indischen Ozean aussieht, ist der sogenannte „Matrosenstrand” in einem Vorort von Sewastopol auf der Krim. Diese aufeinandergeschichteten Datschas wurden in den 1980er Jahren von sowjetischen Militärangehörigen errichtet, die das Land von der Regierung geschenkt bekommen hatten. Heute werden die Zimmer entlang des 250 Meter langen, direkt am Schwarzen Meer gelegenen Streifens, vor allem an Touristen vermietet. Seit der Annexion der Krim vor fünf Jahren versucht die neue Verwaltung die Siedlung für illegal zu erklären, um die Besitzer zu enteignen und somit an die Grundstücke heranzukommen. Noch ist unklar wie der Streit ausgeht. Dieses Bild des russischen Fotografen Denis Sinyakov erschien unter anderem in einer Geschichte in der New York Times. Auf der Krim dokumentiert Sinyakov vor allem das Schicksal der Krimtataren.

Illustration: Oleg Borodin, n-ost

Ukraine Warum Kundera falsch lag oder wie die Ukraine ihren Platz in Europa eroberte

Vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer und damit auch die alte Weltordnung. Kaum zwei Jahre überlebte die Sowjetunion dieses Ereignis noch. Trotz Gorbatschows Vision vom gemeinsamen „Haus Europa“ scheint es heute, als würden Russland und die EU auf verschiedenen Seiten stehen. In unserer 3-teiligen Serie berichten polnische, ukrainische und deutsche AutorInnen davon, wie sich in ihren Ländern die Haltung gegenüber der EU und Russland seit 1989 verändert hat. Teil 1: Die ukrainische Perspektive.

Stolipinovo gilt als Bulgariens größtes Roma-Ghetto: Schätzungsweise 45.000 Roma leben hier. / Nate Robert, www.yomadic.com

Kulturhauptstadt 2019 Plovdiv Unerwünscht und rausgestrichen: Kulturhauptstadt Plovdiv feiert ohne Roma

Am Anfang standen in Plovdiv Inklusionsversprechen. Als die Ausschreibung durch war, blieb vom schönen Schein der Integration nichts mehr übrig. Hinter den Kulissen wurden Roma systematisch benachteiligt, bis heute sind wichtige Projektversprechen nicht eingelöst. Über eine europäische Kulturhauptstadt, die einen Teil ihrer Bürger am liebsten verstecken möchte.

Schawkat Mirsijojew ist jetzt seit zwei Jahren Präsident Usbekistans. Hier empfängt er in Taschkent den russischen Präsident Wladimir Putin anläßlich des ersten Usbekisch-Russisch Forums für interregionale Zusammenarbeit. / Foto: Wikimedia / kremlin.ru

Usbekischer Präsident in Berlin Zwischen Transformation und Illusion: Wie umgreifend ist der Reformkurs in Usbekistan?

Seit dem Tod des autokratischen Herrschers Islom Karimow vor zwei Jahren, befindet sich Usbekistan unter Schawkat Mirsijojew auf Reformkurs – vordergründig. Wie ernst es die neue Führung mit dem Wandel meint, warum Usbekistan dabei auf Deutschland als Partner setzt und ob die Zivilgesellschaft von den Veränderungen profitiert, darüber haben wir mit drei ExpertInnen gesprochen.

Weitere Artikel laden

Dossier

Das Beste

Reihen

Unit

Unit is a network of journalists covering LGBTQ issues in post-Soviet states. We aim to build discussion about LGBTQ rights locally and globally.

Gemischtes Doppel Visegrad

Im Gemischten Doppel der V4-Staaten halten Michal Hvorecky (Slowakei), Tereza Semotamova (Tschechien), Márton Gergely (Ungarn) und Monika Sieradzká (Polen) im wöchentlichen Wechsel die Diskurse ihrer Länder fest.

Bild & Reflexion

Interviews, Statements, Fotostrecken: Wir setzen uns mit der Aufgabe von visuellen Medien im journalistischen Kontext auseinander und zeigen Arbeiten internationaler Bildproduzenten.

International

Reflections about journalism, politics and culture in the original language: Find a collection of our foreign language texts here.

Gemischtes Doppel: Russland/Ukraine

Das Gemischte Doppel gibt jeden Mittwoch persönliche Einblicke in die Ukraine und Russland, geschrieben von Inga Pylypchuk (Ukraine) und Maxim Kireev (Russland).

Stereoscope

Streitgespräche, Analysen und Essays von osteuropäischen Journalisten. Unsere Autoren diskutieren über ihr journalistisches Selbstverständnis, den Zustand der Medien und die Debatten in ihren Ländern.